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5. Februar 2009

Brauereigasthof Schlüssel in Giengen an der Brenz

Abgelegt unter: Hotels — qno @ 22:59

Ein Griff ins Klo war heute der Brauereigasthof Schlüssel in Giengen an der Brenz. Dabei hat das Haus eigentlich ein besseres Urteil verdient. Schöne Einzelzimmer für 45,- EUR, und bei freien Zimmern ist ein Upgrade auf ein Doppelzimmer für 3,- mehr möglich. Nichtraucherzimmer sind selbstverständlich, und WLAN hats dort auch. Theoretisch. Als ich mittags reserviert hatte, klang das Telefon schon seltsam, und man hatte die Störungsstelle angerufen. Nachdem die das Problem beseitigt hatte und wieder weggefahren war, ging dann gar nichts mehr. Kein Telefon, kein Internet. Das wird für das Haus schlimmer gewesen sein wie für mich. Ich bin dann trotzdem abgereist, werde dem Hotel aber auf jeden Fall eine zweite Chance geben, wenn ich wieder in der Nähe bin.

27. Januar 2009

relexa hotel Ratingen City

Abgelegt unter: Hotels — qno @ 22:15

Gelegentlich gönnt man uns auch etwas. Zur Tagung hat die Firma uns im relexa hotel Ratingen City untergebracht. Immerhin ein Stern mehr, als wir uns selbständig erlauben dürfen. Und das merkt man auch. Ja, ich habe gelegentlich auch im 3-Sterne-Haus Zimmer dieser Größe. Aber es sind so die Détails, die alles nochmal stimmiger machen. Und wenns der Werbevertrag mit Haribo ist, der mich geradezu nötigt, einmal pro Stunde an der Rezeption vorbeizuschaun, wo die große Schüssel steht :-)

Nichtraucherzimmer ist selbstverständlich. Die WLAN-Versorgung ist ausgezeichnet: volle Leistung ohne Abstriche auf dem Zimmer. Damit sind die Standardleistungen schon einmal erfüllt. Das Personal ist freundlich und servicebereit. Die Küche hat mir gut gefallen; das Rind war gut, das Kalb herrlich.

Zwei Kleinigkeiten habe ich aber doch zu maulen. Am Arbeitsplatz ist mal wieder keine Steckdose frei, ich muss also eine Lampe ausstöpseln. Und dann diese Unsitte, dass die Zimmerelektrik mit dem Zimmerschlüssel einzuschalten ist. Laptop angeschaltet, zum Laden an die Steckdose gehängt, und drei Stunden später war er dann leer. Die Steckdose war ja abgeschaltet. Muss nicht sein. Aber stört auch nur marginal und ist vermutlich mittels Zweitschlüssel zu lösen.

Fazit: Schön. Für den Alltag aber wohl eher zu teuer.

21. Januar 2009

Hotel PrimaVera parco Fürth

Abgelegt unter: Hotels — qno @ 19:45

Ja, es gibt Tage, da weiss ich uneingeschränkt Gutes zu berichten. Die letzte Nacht habe ich im Hotel PrimaVera parco in Fürth verbracht. Dort gibts Einzelzimmer von 48,- bis 92,- Euro. Das Günstigste war nicht mehr zu haben, also habe ich telefonisch eins für 53,- gebucht. Gleich beim Betreten des Zimmers war mein erster Gedanke: Das gibt morgen Ärger, der hat sich in der Kategorie vertan. Hat er aber nicht. Das Zimmer ist riesig: Flur mit Kochstelle, große Dusche/WC, großes Zimmer mit Schrank, kleinem Tisch und Schreibtisch, viel Platz für Bewegung, und tatsächlich eine Mehrfachsteckdose für die Laptops am Schreibtisch!

Das ganze Haus ist ein Nichtraucher-Hotel. Der WLAN-Empfang war ausgezeichnet. Etwas gewöhnungsbedürftig das sehr moderne Schließsystem mit magnetcodierten Knöpfen, die auch den Zutritt zum Haus gewähren. Das Personal ist sehr service-orientiert. Noch nirgendwo sonst ist mir ein Espresso zur Begrüssung offeriert worden, zusammen mit einem Faltblatt, das die kooperierenden Restaurants der Umgebung listet. Das Frühstücksbuffet ist gewohnt reichhaltig. Kleines Manko für mich als Spätaufsteher: Ende ist 9:30 Uhr, und wenn ich erst um 9:29 komme, gibts kein Rührei oder Spiegelei mehr, sondern ich muss ein weichgekochtes aus der Schachtel nehmen. Woanders in der Preisklasse gibts aber auch früher kein Rührei, und von daher geht das in Ordnung. Ebenso meine gewohnte heisse Schokolade: Aus der Küche bekam ich ein Kännchen heisse Milch, das Kakaopulver stand auf dem Buffet. Ungewohnt, aber vom Ergebnis her passts.

Fazit: Einpacken, mitnehmen :-) Schade, dass Fürth so nahe dran ist, dass ich nur selten Grund habe, dort zu übernachten.

20. Januar 2009

Hotel Wilder Mann Passau

Abgelegt unter: Hotels — qno @ 19:31

Neue Woche, neues Hotel. Ich habe mich in Passau im Hotel Wilder Mann einquartiert. Ein schönes, älteres Haus, das auch das Glasmuseum beherbergt. Das Zimmer ist klein, aber nicht zu klein, die Einrichtung enthält keinen einzigen Krümmel zuviel, aber auch nichts zuwenig, dafür ist sie aus schön bemaltem Holz. Recht gemütlich.

 Nichtraucherzimmer gabs automatisch. Und das WLAN hat auch funktioniert. Das Frühstücksbuffet war auch für mich als letztem Gast noch umfangreich und frisch. Das Personal war freundlich und aufmerksam. Und der Preis mit 50,- für Übernachtung und Frühstück in bester Lage auch ok.

So wäre denn nur das allerbeste Fazit möglich, wenn nicht … ja wenn da nicht die Warmwasserinstallation wäre. Die hat nämlich ihren eigenen Kopf. Und der hat beschlossen, dass ich nicht in der Lage bin, mir die Temperatur beim Duschen richtig einzustellen. So wurde ich denn zuerst vollautomatisch geweckt, weil gleich zweimal die Temperatur stark abfiel. Als Ausgleich schwächelte dann kurze Zeit später das kalte Wasser, und ich bekam das heisse pur ab. Sowas darf nicht passieren. Insbesondere die Heißwasser-Phase war schon geradezu gefährlich; in Amerika könnte ich jetzt vom Schadenersatz ein luxuriöses Leben führen. So leid es mir ansonsten tut: In dieses Haus gehe ich erst wieder, wenn die Wasserinstallation erneuert ist.

14. Januar 2009

Hotel-Brauerei-Gasthof Amberger Kösching

Abgelegt unter: Hotels — qno @ 11:17

Und gleich ein Beispiel, wie subjektiv ich hier mit Hotels umgehe. Vom 13. auf den 14. Januar habe ich im Hotel-Brauerei-Gasthof Amberger in Kösching übernachtet. Ein älteres Haus, in dem ich für das Doppelzimmer als Einzelzimmer incl. Frühstück 42,- pro Nacht zahle. Die Zimmer folgen nicht dem “klassischen” Zuschnitt mit durch Dusche/WC verengten Eingangsbereich, sondern haben rechteckigen Zuschnitt, die Duschen scheinen zwischen den Zimmern zu liegen. Die Einrichtung ist einfach, aber praktisch. Das Personal ist freundlich und sehr um die Gäste bemüht. Und bis dahin wäre ich ja geneigt, dieses Haus lobend zu erwähnen. Wären da nicht meine k.o.-Kriterien …

Die Sache mit dem Nichtraucherzimmer habe ich vermutlich selbst verpatzt. Ich habe am Telefon nicht danach gefragt. Allerdings bin ich auch nicht gefragt worden. So habe ich die Nacht in älterem Tabakrauch verbracht, der auch durch längeres Lüften nicht zu beseitigen war. Möglicherweise erhält er auch Nachschub, weil die Raucher der Gaststube auf ein Tischchen im Flur verwiesen werden, der nicht nur zu den Toiletten, sondern auch auf die Zimmer führt.

Internet ist auf dem Zimmer. Allerdings nur zwei von fünf Strichen. Und wie so oft führt das auch alle 15-20 Minuten zu kurzem Verbindungsabbruch.  Kontinuierliches Arbeiten ist so weder mit der Pokersoftware noch mit dem Reporting-System meines Arbeitgebers möglich. Als nach einer Stunde das WLAN ganz aus der Anzeige verschwindet, begebe ich mich mit Laptop in die Gaststube, wo der HotSpot hängt. Dort erfahre ich Schauergeschichten von partiellem Telefonnetzausfall im ganzen Ort. Interessanterweise habe ich dann in 90 min Arbeit keinen einzigen Netzausfall mehr. Es wird also doch am schwachen Feld auf den Zimmern gelegen haben. Die Inhaber verlassen sich in technischer Hinsicht offenbar auf Berater, denen ich hier empfehle, den Einsatz eines Repeaters in den Fluren in Erwägung zu ziehen. Ich habe jetzt schon das Zimmer direkt über der Gaststube gehabt; in anderen Zimmern dürfte ich gar keinen Empfang bekommen haben.

Die Küche ist ländlich-deftig. Die Schupfnudeln zu 5,90 EUR haben mir gut geschmeckt. Das Frühstücksbuffet enthielt leider keine Eier, und die Brötchen dürften nur bei deutlich früher aufstehenden Gästen frisch gewesen sein.

Mein Fazit: Nettes Haus, nette Leute, aber bei der Internettechnik: Nie wieder!

13. Januar 2009

Hotel Gasthof Specht Aichach

Abgelegt unter: Hotels — qno @ 22:21

Kaum habe ich mir vorgenommen, meine Hotelerfahrungen zu bloggen, schon wird alles besser :-) Erster Kandidat ist der Hotel Gasthof Specht in Aichach, wo ich vom 12. zum 13. Januar genächtigt habe.

Das Haus gefällt mir. Mein Zimmer ist geräumig, am Schreibtisch-TV-Möbel ist trotz des Fernsehers Platz für den Laptop, es ist eine Steckdose unmittelbar daneben. Und mein Zimmer ist ein Nichtraucherzimmer. Alle wichtigen Kriterien sind erfüllt. Interessant sind die rollstuhlbreiten Zimmertüren in Buche, die dem sonst schönen Haus einen Hauch von Krankenhausflair verleihen. Das Bett ist nicht zu weich, die Mischbatterie der Dusche regelt Wassertemperatur und Strahlstärke getrennt. Das WLAN hat für meine Zwecke ausreichende Signalstärke.

Für Übernachtung incl. Frühstück zahle ich 45,- EUR. Das Frühstücksbuffet enthält alles, was man bei *** erwarten kann, incl. hartgekochten Eiern. Das Restaurant hat mir beim Abendessen mit deftiger Küche imponiert. Die Leberknödelsuppe ist fast ein Hauptgang, der Knödel selbst ist anscheinend eine Kreuzung aus Leber- und Semmelknödel. Der Semmelknödel zum Rinderschmorbraten hingegen hat meinen Geschmack nicht getroffen, aber das Fleisch mitsamt der Sauce hat mich darüber hinweggetröstet. Und der Lebkuchenstrudel mit Vanilleeis war ein perfektes Finish für den Tag.

Mein Fazit: Hier komme ich gerne wieder hin.

Hotels in der Servicewüste

Abgelegt unter: Hotels — qno @ 22:09

Als Aussendienstler wohne ich die halbe Woche im Hotel. Meine Ansprüche sind nicht so überragend, und das Budget, das mir mein Arbeitgeber zur Verfügung stellt, erlaubt mir auch keine Paläste. Aber drei Sterne, sauber, Personal nicht zu unfreundlich, Nichtraucherzimmer, Internet im Zimmer, das muss schon sein.

Und das stellt bereits viele Häuser vor Probleme. Ok, zeitweilige Probleme akzeptiere ich. Wenn der Provider gerade am Vortag den HotSpot abgebaut hat, um drei Tage später das Upgrade hinzustellen, dann habe ich einfach Pech gehabt. Wenn der Rest passt, besuche ich das Haus beim nächsten Mal trotzdem wieder.

Interessant sind allerdings die Widrigkeiten, denen ich sonst begegne. Nichtraucherzimmer mit WLAN? Geht nicht, weil der HotSpot vorne am Flur ist, wo die Raucherzimmer sind. Einloggen mit Vista? Geht nicht, weil das WLAN vom “technikkundigen” Hausherrn selbstgestrickt ist, und ich möchte bitte zurück zu XP wechseln, oder noch besser zu Linux. Keine dumme Ansich, das. Leider wird sie von meinem Brötchengeber nicht geteilt, und wenn ich selbständig den Firmenlaptop umkonfiguriere, gibts Ärger. Ausserdem dachte ich immer, der Kunde sei König und nicht Befehlsempfänger.

Zwei Beispiele, die für viele Erlebnisse stehen. Im letzten Jahr habe ich regelmäßig über HRS gebucht. Eigentlich eine gute Seite, aber die Angaben bzgl. Internet sind einfach unzuverlässig. Und beruflich bin ich darauf angewiesen, abends noch meine Reports zu übermitteln. So ist es mir gar nicht so selten passiert, dass ich das ursprünglich gebuchte Hotel nach 15 min wieder verlassen habe und ein zweites, gelegentlich sogar ein drittes suchen musste. Das kostet Zeit, die ich oft lieber in der Hotelsauna oder im Restaurant verbracht hätte als auf der Straße.

Ich mache so ziemlich jeden Fehler. Aber in der Regel genau einmal. Seit Jahresbeginn suche ich meine Hotels über den HotSpot-Locator von t-online. Ansonsten bin ich jederzeit gerne bereit, über den Staatsmonopolisten zu schimpfen. Aber diese HotSpot-Dichte, zusammen mit den bezahlbaren Preisen (ca. 30,-/Monat, während andere Anbieter in Hotels gerne mal 8,-/Stunde verlangen), lässt mir keine wirkliche Alternative. Also lasse ich mir im Zielgebiet deren Partnerhotels anzeigen, suche mir über die Hotelwebseiten was passendes aus, kläre die wichtigsten Details (Gibts den HotSpot noch? Auch im Nichtraucherzimmer?) telefonisch, und schon funktionierts. Und damit ich auch nicht vergesse, was mir wo passiert ist, werde ich hier für mich, aber gerne auch für Kollegen oder andere Interessierte, meine Erfahrungen schildern. Die sind natürlich ganz persönlich und erheben in keinster Weise den Anspruch eines objektiven Tests.

12. August 2007

Aufstieg

Abgelegt unter: Poker — qno @ 20:38

Zum drittenmal habe ich mir 300$ erspielt, und zum zweitenmal bin ich der Empfehlung von Pokerstrategy gefolgt und bin auf Fixed Limit 0,50$/1,0$ aufgestiegen. Und wieder bin ich mit den Schattenseiten des Erfolgs konfrontiert worden: In den letzten Wochen ist es einfach zu gut gelaufen, und ich habe mich daran gewöhnt, dass alles gelingt. Und prompt hab ich in den ersten 4 Sessions über 60$ verloren. Da waren einige Bad Beats dabei - mit einem Full House noch zu verlieren passiert nicht allzu häufig -, aber gar nicht so wenige Dollar habe ich selbst in den Sand gesetzt.

Konsequenz: Ich habe mal wieder Hände ins Forum bei Pokerstrategy gestellt und mir von den Coaches meine Fehler zeigen lassen. Das macht keinen Spaß, weil dann die ganze Welt sehen kann, wie dämlich ich gelegentlich bin *g*, hilft aber ungemein. Und siehe da: Heute habe ich die erste Session hinbekommen, bei der ich auf dem neuen Limit im Plus war. Plan: dabei bleiben, weiter eifrig Hände posten, und dann schnell auf 600$ kommen. Dann wird ein Wechsel auf Shorthanded-Tische (also mit max. 6 Spielern statt 10) auf dem gleichen Limit empfohlen.

18. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C

Abgelegt unter: Kirche — qno @ 20:29

1. Lesung: Koh 1,2; 2,21-23

2 Windhauch, Windhauch, sagte Kohelet, Windhauch, Windhauch, das ist alles Windhauch.

21 Denn es kommt vor, dass ein Mensch, dessen Besitz durch Wissen, Können und Erfolg erworben wurde, ihn einem andern, der sich nicht dafür angestrengt hat, als dessen Anteil überlassen muss. Auch das ist Windhauch und etwas Schlimmes, das häufig vorkommt.
22 Was erhält der Mensch dann durch seinen ganzen Besitz und durch das Gespinst seines Geistes, für die er sich unter der Sonne anstrengt?
23 Alle Tage besteht sein Geschäft nur aus Sorge und Ärger / und selbst in der Nacht kommt sein Geist nicht zur Ruhe. Auch das ist Windhauch.

Antwortpsalm: Ps 90 3-6.12-4.17

R Herr, du bist unsere Zuflucht
von Geschlecht zu Geschlecht

3 Du lässt die Menschen zurückkehren zum Staub / und sprichst: «Kommt wieder, ihr Menschen!»
4 Denn tausend Jahre sind für dich / wie der Tag, der gestern vergangen ist, / wie eine Wache in der Nacht.
5 Von Jahr zu Jahr säst du die Menschen aus; / sie gleichen dem sprossenden Gras.
6 Am Morgen grünt es und blüht, / am Abend wird es geschnitten und welkt.
12 Unsre Tage zu zählen, lehre uns! / Dann gewinnen wir ein weises Herz.
13 Herr, wende dich uns doch endlich zu! / Hab Mitleid mit deinen Knechten!
14 Sättige uns am Morgen mit deiner Huld! / Dann wollen wir jubeln und uns freuen all unsre Tage.
17 Es komme über uns die Güte des Herrn, unsres Gottes. Lass das Werk unsrer Hände gedeihen, ja, lass gedeihen das Werk unsrer Hände!

2. Lesung: Kol 3,1-5.9-11

1 Ihr seid mit Christus auferweckt; darum strebt nach dem, was im Himmel ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt.
2 Richtet euren Sinn auf das Himmlische und nicht auf das Irdische!
3 Denn ihr seid gestorben und euer Leben ist mit Christus verborgen in Gott.
4 Wenn Christus, unser Leben, offenbar wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit.
5 Darum tötet, was irdisch an euch ist: die Unzucht, die Schamlosigkeit, die Leidenschaft, die bösen Begierden und die Habsucht, die ein Götzendienst ist.
9 Belügt einander nicht; denn ihr habt den alten Menschen mit seinen Taten abgelegt
10 und seid zu einem neuen Menschen geworden, der nach dem Bild seines Schöpfers erneuert wird, um ihn zu erkennen.
11 Wo das geschieht, gibt es nicht mehr Griechen oder Juden, Beschnittene oder Unbeschnittene, Fremde, Skythen, Sklaven oder Freie, sondern Christus ist alles und in allen.

Ruf vor dem Evangelium: Mt. 5,3

Halleluja. Halleluja.

Selig, die arm sind vor Gott;
denn ihnen gehört das Himmelreich.

Halleluja.

Evangelium: Lk 12,13-21

13 Einer aus der Volksmenge bat Jesus: Meister, sag meinem Bruder, er soll das Erbe mit mir teilen.
14 Er erwiderte ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Schlichter bei euch gemacht?
15 Dann sagte er zu den Leuten: Gebt Acht, hütet euch vor jeder Art von Habgier. Denn der Sinn des Lebens besteht nicht darin, dass ein Mensch aufgrund seines großen Vermögens im Überfluss lebt.
16 Und er erzählte ihnen folgendes Beispiel: Auf den Feldern eines reichen Mannes stand eine gute Ernte.
17 Da überlegte er hin und her: Was soll ich tun? Ich weiß nicht, wo ich meine Ernte unterbringen soll.
18 Schließlich sagte er: So will ich es machen: Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen; dort werde ich mein ganzes Getreide und meine Vorräte unterbringen.
19 Dann kann ich zu mir selber sagen: Nun hast du einen großen Vorrat, der für viele Jahre reicht. Ruh dich aus, iss und trink und freu dich des Lebens!
20 Da sprach Gott zu ihm: Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann all das gehören, was du angehäuft hast?
21 So geht es jedem, der nur für sich selbst Schätze sammelt, aber vor Gott nicht reich ist.

Meine Gedanken

Eine Botschaft, die im Evangelium an vielen Stellen vorkommt: Der irdische Reichtum hilft vor Gott überhaupt nichts. Dabei sieht das Verhalten des Gescholtenen doch ganz vernünftig aus: Da hat er schon einmal Glück mit der Ernte - man könnte auch sagen: Gott schenkt ihm eine überdurchschnittliche Ernte - und selbstverständlich will er die ja nicht auf dem Halm verderben lassen. Er ist ein reicher Mann, sicher hat er nicht nur Verantwortung für sich und seine Familie zu tragen, sondern auch für seine Beschäftigten. Da ist es doch sehr vernünftig, die Scheunen so zu vergrößern, dass die ganze Ernte hineinpasst. Für die nächsten Jahre ist man dann gegen die Zufälligkeiten des Wetters versichert und braucht keinen Hunger zu leiden, wenn mal eine Ernte ausfällt. Natürlich kann der Mann diese Ernte nicht mitnehmen, falls er stirbt, aber ist es denn falsch, sich auch in irdischen Angelegenheiten abzusichern? Im Psalm wurde gebetet: “Lass das Werk unserer Hände gedeihen.” Wenn Gott das Werk der Hände gedeihen lässt, sind wir nicht geradezu verpflichtet, dieses Geschenk auch anzunehmen?

Drei Dinge können dem reichen Mann entgegengehalten werden. Erstens gilt das Doppelgebot der Gottes- und Nächstenliebe. Was Gott uns schenkt, sollen wir nicht nur für uns verwenden. Bei aller Vorsorge dürfen wir, wenn wir einmal Erfolg haben, die Nächsten und ganz besonders die Armen nicht vergessen und nicht alles für uns behalten. Zum Zweiten spricht das Evangelium auch an einigen Stellen davon, die Sorge für die Zukunft Gott zu überlassen (z.B. Mt 6,26) und eben nicht selbst vorzu-sorgen.

Den dritten Einwand finden wir heute in Lesung, Psalm und Epistel. “Richtet eueren Sinn nicht auf das Irdische”, denn das ist “Windhauch”. Der Mensch selbst gleicht “dem sprossenden Gras”. Wenn der Sinn auf das Irdische gerichtet ist, schleicht sich die Habgier in die Gedanken ein. Und die sorgt dafür, dass selbst bei berechtigten Ansprüchen - der Bittsteller sieht sich wohl um sein Erbe geprellt - das Irdische das Himmlische überdeckt: Nichts als Sorge und Ärger, die uns auch noch um den Nachtschlaf prellen. Und wenn die Gedanken immer um den Besitz kreisen, dann sind sie nicht mehr bei Gott: Das Irdische, der Besitz hat die Stelle Gottes eingenommen und ist zum Götzen geworden. Nicht der Besitz selbst, nicht die Vorsorge für die Zukunft sind falsch, sondern die Vergötterung des Materiellen. Der Reichtum wird zur Gefahr, wenn Gott darüber vergessen wird. Nicht die Vorsorge war der Fehler des reichen Mannes, sondern dass er Gott aus den Augen verloren hat.

4. August 2007

Tag und Nacht - die besten Fischzeiten

Abgelegt unter: Poker — qno @ 12:29

Offensichtlich ist es nicht egal, zu welcher Zeit man online pokert. Wie die meisten Berufstätigen in Deutschland muss ich morgens aufstehen und zur Arbeit, abends bin ich folglich irgendwann dann doch im Bett. Pokern kann ich dann so abends ab 18:00, und spätestens 22:00 fang ich an aufzuhören. Und so machen es auch die meisten Spieler, die bei PokerStrategy gelernt haben. Ich sitze also nur mit guten Leuten am Tisch. Viel Feind, viel Ehr, wenig Geld.

Gelegentlich schaue ich mal morgens vor der Arbeit auf ein paar Hände rein. Und auch am Wochenende kann ich mal am sehr späten abend oder gar am frühen Morgen ein Stündchen zocken. Jetzt ist das Bild ein komplett anderes: Die PokerStrategy-Sharks sind alle noch im Bett oder schon auf der Arbeit. Was bleibt, sind Spieler aus Nationen, in denen Poker eine andere Tradition hat; nicht, dass die besser spielen würden, im Gegenteil: sie spielen for fun und akzeptieren, dass eine Stunde Spaß 10$ oder mehr kostet. Oder sie kommen vom Feiern, und der dort genossene Alkohol macht sie besonders mutig. Während ich hier schreibe, versucht ein Australier ein ums andere Mal, mich mit Schrott aus der Hand zu Bluffen. Er will mir einfach nicht glauben, wenn ich eine 3bet am Turn abliefere, dass ich dann auch was auf der Hand habe, und muss unbedingt auch am River noch mindestens einen Raise loswerden. So komme ich in guten Sessions (die leider nicht allzuhäufig sind) auf Winrates von bis zu 15 BB/100 Hände. Wenn man sich darauf verlassen könnte, könne man schon vom Fixed Limit 0,25$/0,50$ leben …

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