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4. März 2009

Hotel zur Isar Plattling

Abgelegt unter: Hotels — qno @ 14:27

Noch vom letzten Erlebnis kochend, fand ich abends um neun das Hotel zur Isar in Plattling. Auch hier gabs die telefonische Zusage, dass das freie Einzelzimmer, das für mich vorgesehen war, funktionierendes Internet habe. Nach Ankunft stellte sich auch hier heraus, dass dies nicht der Fall ist. Das Haus hat zwei WLAN-Netze: Einmal den T-Mobile-Hotspot, der kostenpflichtig ist, zum anderen ein kostenloses Netz, das über einen Lancom-Router verwaltet wird. Und es stellte sich heraus, dass in diesem Zimmer keines der beiden Netze empfangbar war. Immerhin ist der Besitzer kompetent genug, um die Problematik zu verstehen. Und so hat er mir nach einem weiteren Fehlversuch ein Zimmer gegeben, das zwar eine Kategorie höher war, aber dafür wirklich funktionierendes Netz hatte. Jedenfalls oberflächlich. Und er klang zwischen den Zeilen so, als ob derjenige, der ihm das WLAN eingerichtet hat, demnächst ein paar ungemütliche Tage hat …

Ich saß also mit WLAN im Zimmer. WWW funktioniert wunderbar, ok, etwas langsam, aber schließlich teilt sich das ganze Hotel einen einzigen Anschluss, da muss man schon ein paar Einschränkungen machen. Auch ICQ läuft, eMail lässt sich abrufen … das Erschrecken kam, als ich einen PostgreSQL-Clienten nutze. Port 5432 - Fehlanzeige. Gesperrt. Das gleiche Schicksal erleidet der SSH-Port. Der Microsoft Web-Messenger findet keinen Kontakt, während Skype klaglos funktioniert. Zum Glück habe ich in der Lobby Verbindung zum T-Online-Hotspot gefunden, wo ich in zehn Minuten die wichtigsten Dinge auf diesen Ports regeln konnte.

Das Abenteuer setzte sich dann beim Frühstück fort. In den zwanzig Minuten Aufenthalt im Frühstücksraum fand es der Service nicht einmal für notwendig, sich nach meinen Wünschen bezüglich eines Heißgetränks zu erkundigen. Ein Vorratsbehälter für Rührei war vorhanden, das dazugehörige Rührei hingegen nicht. Die Brötchen gäben hervorragende Anschauungsobjekte für ein Archäologie-Seminar ab. Furchtbar.

Immerhin war die Reaktion des Hotelchefs positiv. Es könnte für Interessenten Sinn machen, in den nächsten Tagen dort eine Bewerbung für die Stelle im Frühstücksservice abzugeben. Und auch die WLAN-Probleme sind angekommen und werden gelöst. Ich bin zwar immer skeptisch, wenn Chefs für alle Probleme externe Schuldige präsentieren, aber in dem Fall hat er mich überzeugt, dass er wirklich erstmal selbst Opfer ist. Sofern ich in ein paar Monaten mal wieder in der Gegend bin, werde ich mir anschauen, ob er Konsequenzen gezogen hat; das Haus selbst gefällt mir nämlich ganz gut, und 43,- pro Nacht ist auch bezahlbar.

Fazit: Wenn die nötigen Verbesserungen durchgeführt werden - gerne wieder. Ansonsten werde ich anderen Gästen da keinen Platz wegnehmen.