Als Aussendienstler wohne ich die halbe Woche im Hotel. Meine Ansprüche sind nicht so überragend, und das Budget, das mir mein Arbeitgeber zur Verfügung stellt, erlaubt mir auch keine Paläste. Aber drei Sterne, sauber, Personal nicht zu unfreundlich, Nichtraucherzimmer, Internet im Zimmer, das muss schon sein.
Und das stellt bereits viele Häuser vor Probleme. Ok, zeitweilige Probleme akzeptiere ich. Wenn der Provider gerade am Vortag den HotSpot abgebaut hat, um drei Tage später das Upgrade hinzustellen, dann habe ich einfach Pech gehabt. Wenn der Rest passt, besuche ich das Haus beim nächsten Mal trotzdem wieder.
Interessant sind allerdings die Widrigkeiten, denen ich sonst begegne. Nichtraucherzimmer mit WLAN? Geht nicht, weil der HotSpot vorne am Flur ist, wo die Raucherzimmer sind. Einloggen mit Vista? Geht nicht, weil das WLAN vom “technikkundigen” Hausherrn selbstgestrickt ist, und ich möchte bitte zurück zu XP wechseln, oder noch besser zu Linux. Keine dumme Ansich, das. Leider wird sie von meinem Brötchengeber nicht geteilt, und wenn ich selbständig den Firmenlaptop umkonfiguriere, gibts Ärger. Ausserdem dachte ich immer, der Kunde sei König und nicht Befehlsempfänger.
Zwei Beispiele, die für viele Erlebnisse stehen. Im letzten Jahr habe ich regelmäßig über HRS gebucht. Eigentlich eine gute Seite, aber die Angaben bzgl. Internet sind einfach unzuverlässig. Und beruflich bin ich darauf angewiesen, abends noch meine Reports zu übermitteln. So ist es mir gar nicht so selten passiert, dass ich das ursprünglich gebuchte Hotel nach 15 min wieder verlassen habe und ein zweites, gelegentlich sogar ein drittes suchen musste. Das kostet Zeit, die ich oft lieber in der Hotelsauna oder im Restaurant verbracht hätte als auf der Straße.
Ich mache so ziemlich jeden Fehler. Aber in der Regel genau einmal. Seit Jahresbeginn suche ich meine Hotels über den HotSpot-Locator von t-online. Ansonsten bin ich jederzeit gerne bereit, über den Staatsmonopolisten zu schimpfen. Aber diese HotSpot-Dichte, zusammen mit den bezahlbaren Preisen (ca. 30,-/Monat, während andere Anbieter in Hotels gerne mal 8,-/Stunde verlangen), lässt mir keine wirkliche Alternative. Also lasse ich mir im Zielgebiet deren Partnerhotels anzeigen, suche mir über die Hotelwebseiten was passendes aus, kläre die wichtigsten Details (Gibts den HotSpot noch? Auch im Nichtraucherzimmer?) telefonisch, und schon funktionierts. Und damit ich auch nicht vergesse, was mir wo passiert ist, werde ich hier für mich, aber gerne auch für Kollegen oder andere Interessierte, meine Erfahrungen schildern. Die sind natürlich ganz persönlich und erheben in keinster Weise den Anspruch eines objektiven Tests.